Einige Wildbienenarten können wir fördern, indem wir geeignete Nistmöglichkeiten anbieten. Bambusröhrchen, Schilfstängel und Strohhalme werden gerne besiedelt. Manche Wildbienenarten nagen ihre Nestgänge ausschließlich in Totholz.

Nisthilfe

Eine Nisthilfe kann sehr einfach hergestellt werden. Bambusstäbe, Schilfrohre und Strohhalme müssen 10 bis 20 cm lang abgesägt werden. Dabei ist darauf zu achten, dass die Enden nicht zerfasert sind. Die Innenseiten müssen völlig glatt sein. Das Mark der Bambusrohre muss mit einem Bohrer sauber entfernt werden. Nachdem die ersten Röhrchen von Vögeln aufgehackt wurden, mussten wir noch ein Schutzgitter anbringen.

Das Vorbild für unsere Nisthilfe stammt von Nigel Dunnett – ausgestellt auf der Chelsea Flower Show 2009.

Der Mittelpfosten aus Robinie-Vierkant 13×13 cm hat eine Höhe von 2m. Die Kästen sind aus 4 Stück Robinie-Brettern 17×2,5 cm zusammengesetzt. Der untere Kasten ist 60 cm lang, die beiden mittleren sind 50 cm lang und der obere 40 cm. Gegenüber dem unteren Kasten haben wir an einer Leiste eine Reihe Brombeerstängel senkrecht angebunden. Die Vorderkante und die sichtbare Innenseite sind mit wetterfestem Acryl-Lack auf Wasserbasis lackiert. Ansonsten ist das Holz unbehandelt.

Am unteren Ende des Mittelpfostens haben wir auf allen vier Seiten ein verzinktes Flachmaterial 40×6 mm festgeschraubt. Die 60 cm langen Flachstäbe stehen unten 35 cm über und bieten in unserem Lehmboden ausreichend Standfestigkeit. Wir haben das ohne Trockenbeton in den Boden gesteckt. Falls es Probleme mit der Standfestigkeit gibt kann man immer noch Trockenbeton verwenden.


Die Kästen sind an den Enden ca. 2 cm schräg abgesägt. In den Kästen ist für die Röhrchen eine Rückwand eingebaut. Diese hat zur kürzeren Vorderkante 17 cm Abstand. Die Röhrchen sind 15 cm lang, so dass diese mindestens 2 cm hinter der Vorderkante enden. Auf der Rückwand haben wir Maleracryl aufgetragen und die verschiedenen Röhrchen damit festgeklebt. Das ist wichtig, damit die Vögel die Röhrchen nicht herausziehen können.


Totholzstapel

Umgefallene Bäume in handliche Stücke gesägt und bogenförmig aufgestapelt sind für einige Wildbienenarten ein geeigneter Lebensraum. Vielleicht findet unter dem Holzstapel auch noch ein Igel seinen Schlafplatz.


Weitere ausführliche Informationen:
https://www.wildbienen.info/index.php
https://www.naturgartenfreude.de/wildbienen/